Freimaurer und die Musik

Etliche Musiker waren Freimaurer. Oft wurde ihre Werke von den freimaurerischen Idealen inspiriert. Als bedeutendes Beispiel hierfür gilt die geheimnisvolle »Zauberflöte« von W. A. Mozart. Mozart hat aber auch andere Werke mit Freimaurer-Bezügen geschaffen; eines davon wird im Konzert zu hören sein. Weitere berühmte Freimaurer-Musiker waren Franz Liszt oder Louis Armstrong. Sie setzten sich in ihren Werken mit Freimaurer-Themen auseinander.

Im freimaurerischen Ritual spielt Musik eine gewisse, emotionsfördernde Rolle. Der Tradition entsprechend gibt es auch viele alte Freimaurerlieder oder Lieder mit freimaurerischem Bezug. Viele Logen gaben früher eigene Liederbücher heraus. Vor allem im 18. und 19. Jh. gaben die Logen zudem selber oft auch große Musikwerke in Auftrag. Das waren Werke für die Logen selbst, aber auch große, öffentlich aufgeführte Kompositionen. Joseph Haydns »Pariser Symphonien« waren zum Beispiel von der Pariser Loge »Olympique« veranlasst. Auch das Stück »Das Sein im Ewigen« des Komponisten Patrik Bishay reiht sich ein in diesen Kontext und steht damit in einer berühmten Tradition. Das Stück wurde von der Offenbacher Loge »Carl und Charlotte zur Treue« in Auftrag gegeben. Es nimmt Bezug zu den inhaltlichen Fragen, die alle Freimaurer beschäftigen: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist mein Weg? Was ist die Welt?

Patrik Bishay selber sagt über sein Werk: »…Die Verarbeitung dieser Eindrücke war eigentlich die allergrößte Motivation, dieses Stück zu schreiben, indem ich die Eindrücke von meiner Aufnahme bis zur Erhebung sammeln, sie musikalisch umsetzen und in einen erfahrbaren Rahmen fügen konnte.« (Auszug aus dem Interview, das Eberhard Panne zur Vorbereitung des Konzertes geführt hat. Das ganze Interview ist im Programmheft abgedruckt. Das Programmheft können Sie hier auch separat erwerben – Schutzgebühr 2 EUR.)