Die Künstler

Marek Kalbus studierte klassischen Gesang an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler«, Berlin, und Schauspiel bei Gennadi Bogdanov (GITIS – Russische Akademie für Theaterkunst). Noch während seines Studiums wurde er mehrfach Preisträger internationaler Wettbewerbe, u. a. beim Internationalen Belvedere Gesangswettbewerbes Wien. Seitdem singt er regelmäßig an den wichtigen Bühnen und Musikzentren in der ganzen Welt, darunter Deutsche Staatsoper Berlin, Opéra Comique Paris, Grand Théâtre de Genève, Teatro Carlo Felice Genova, Teatro Dal Verme Milano, Teatro Massimo Palermo, Teatro Municipal de Santiago de Chile, Teatro Lirico di Cagliari, Théâtre du Capitole Toulouse, Bolschoi Theater Moskau, Flämische Staatsoper Antwerpen, Konzerthaus Berlin und Berliner Philharmonie, Russische Philharmonie Moskau, Beethovenhalle Bonn, Grand Theatre Hongkong oder Rudolfinum Tschechische Philharmonie Prag. Mit ihm erschienen mehrere DVDs und CDs auf dem internationalen Tonträgermarkt – darunter auch Weltersteinspielungen.

Verena Unbehaun Schauspielerin, Sängerin, Sprecherin (Berlin und Hamburg). Schauspielausbildung am Bühnenstudio der darstellenden Künste, Hamburg, Gesang Musikhochschule Hamburg, Studiengang für Popularmusik. Sie ist seit 1999 als Sprecherin tätig und seit einigen Jahren Autorin und Performerin eigener Theaterstücke und Comedyprogramme.

Helmut Winkelmann studierte nach dem Abitur Germanistik und Theaterwissenschaft in Köln und ging anschließend auf das Max-Reinhardt-Seminar in Wien. 1977 hatte er seine erste Rolle im Fernsehfilm »Westfälische Schelme«. Er war an den Theatern in Bern, Zürich, Frankfurt und Nürnberg sowie an der Deutschen Oper in Düsseldorf und 10 Jahre am Staatstheater in Darmstadt engagiert. Daneben arbeitete er für verschiedene Fernsehanstalten in der Schweiz, in Österreich und Deutschland. 1979 war er der Spielmann Wenzeln in der Fernsehserie »Die Leute vom Domplatz«. Er machte öffentliche Lesungen in den Bereichen Lyrik, Jazz und Wissenschaft. Seit 1991 ist er freiberuflicher Sprecher. Die Schwerpunkte sind dabei neben Live-Moderationen (z. B. ATP-Weltmeisterschaften und Messe-Events) Fernsehdokumentationen, Synchronisationen sowie Rundfunkreportagen, Hörspiele und -bücher.

Patrik Bishay, Jahrgang 1975, begann sein Musikstudium 1997 am Berklee College of Music in Boston, das er 1999 mit dem Bachelor Of Music magna cum laude abschloss. Es folgte ein weiterführendes Studium der Komposition an der University of Newcastle. Hier unterrichtete er auch als Teilzeitlehrkraft die Fächer Harmonielehre und Arrangement. Er beendete sein Studium 2002 mit dem Doktor der Philosophie. Seine Musik wurde mehrfach ausgezeichnet: 1999 vom Berklee College mit dem »Barnes and Nobles Composition Award«, 2001 mit dem zweiten Platz im »Young Composer‘s Award« von Northern Sinfonia. 2002 erhielt er einen Kompositionsauftrag von der Oper Kairo. 2003 lud ihn Der Komponistenverband Thüringen zur seiner 3. Geraer Orchesterwerkstatt ein. Patrik Bishay arbeitet regelmäßig mit Orchestern im In- und Ausland, unter anderem mit der Neuen Philharmonie Frankfurt, der Mährischen Philharmonie, dem philharmonischen Staatsorchester Halle, dem Hessischen Landesjugendgitarrenorchester und vielen anderen Ensembles. In der Konzertsaison 2006/2007 war er Composer In Residence beim Cairo Symphony Orchestra. Er schrieb Soundtracks für mehrere Hörspiele und hat bisher drei CDs veröffentlicht. Als Arrangeur wirkte er bei »Fluch der Zeit«
der deutschen Metalband »Eisenherz« mit. Das Album »Schneller Höher Weidner« erreichte mit seinen Arrangemants den 2. Platz in den Album Charts. Nicht zuletzt ist er als Arrangeur und Komponist der Neuen Philharmonie Frankfurt freundschaftlich verbunden. 2012 erhielt er den Kulturpreis der Offenbacher Freimaurerloge »Carl und Charlotte zur Treue«. Auch für die Begleitband der zwei Reunion-Konzerte der »Böhsen Onkelz«, welche 2013 am Hockenheimring vor 100.000 Zuschauern aufgeführt wurde, schrieb Patrik Bishay die Orchesterarrangements. Seit April 2014 betreibt er ein eigenes Tonstudio, das unter anderen auch von vielen befreundeten Künstlern genutzt wird.

Jürgen Blume studierte in Frankfurt Schulmusik, Latein, Musik- wissenschaft, Chorleitung und Philosophie. Seine Lehrer waren u. a. Prof. Helmut Rilling (Chorleitung), Prof. Kurt Hessenberg (Komposition) und Prof. Branka Musulin (Klavier). Blume wirkte zunächst als Studienrat für Musik und Latein an der Offenbacher Albert-Schweitzer-Schule. 1972 wurde er Dozent, 1976 Professor für Musiktheorie an der Musikhochschule Frankfurt, 1993 an der Musikhochschule Mainz. Diese leitete er 2001-2011 als Dekan und Rektor. Seit 55 Jahren ist er zusätzlich Kirchenmusiker in Offenbach – zunächst an der Lukaskirche, seit 1972 an der Johanneskirche. 1976 – 1999 leitete er den Jugendchor des Hessischen Rundfunks, seit 2000 die von ihm gegründeten Rhein Main Vokalisten. Außerdem hat er zahlreiche wissenschaftliche Beiträge und Bücher sowie Kompositionen veröffentlicht. Für seine Verdienste um das kulturelle Leben in Offenbach hat er die Bürgermedaille in Silber erhalten.

Die Rhein-Main-Vokalisten sind ein aufgeschlossener und ambitionierter Chor, der im Jahre 2000 von Prof. Dr. Jürgen Blume ins Leben gerufen wurde. Die rund 40 Sängerinnen und Sänger kommen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet und haben in Offenbach ihr musikalisches Zuhause gefunden. Die rund 40 Sängerinnen und Sänger kommen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet und haben in Offenbach ihr musikalisches Zuhause gefunden. Das Ziel der Rhein Main Vokalisten ist es, Musik in ihrer Vielseitigkeit zu erfahren und anderen zugänglich zu machen. Deshalb beherrscht der Chor ein breites Repertoire aus Motetten, Messen und romantischen Liedern, Popsongs und Musicalstücken. Die professionelle musikalische Leitung liegt in den Händen von Prof. Dr. Jürgen Blume, Professor für Mu- siktheorie an der Musikhochschule Mainz. In den Jahren 2003, 2006 und 2009 ersangen die Rhein Main Vokalisten jeweils den ersten Preis beim Offenbacher Chorwettbewerb in der schwierigsten Kategorie. Nach Konzertreisen nach Norwegen, Serbien und England steht im Oktober 2017 eine Reise nach Rom bevor.

Steven Llyod-Gonzales hat sein Studium am Birmingham Conservatoire mit Auszeichnung abgeschlossen. Als preisgekrönter Dirigent hat er in einigen der prestigeträchtigsten Orte der Welt konzertiert, unter- richtet und CDs aufgenommen, darunter mit weltberühmten Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra und dem Scottish Ensemble. Im Jahr 2001 wurde er Hausdirigent des Royal Oman Symphony Orchestra und 2005 der jüngste Chefdirigent des Cairo Symphony Orchestra. In Gegenwart des Komponisten Sir Malcolm Arnold leitete er bemerkenswerte Aufführungen von dessen Konzert für Oboe und erster Symphonie. In seiner Laufbahn hatte er bereits Gelegenheit, mit bedeutenden Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim und Vernon Handley zu arbeiten. In Bad Nauheim hat Steven Lloyd-Gonzales das Kur-Sinfonieorchester neu gegründet und ist derzeit dessen Chefdirigent. Außerdem ist er seit 2010 auch ständiger Dirigent der Neuen Philharmonie Frankfurt, wo er diverse Weltpremieren leitete, auch bereits von Patrik Bishay.

Das Kur-Sinfonie-Orchester Bad Nauheim ist eine junge Orchesterformation. 1853 gründete die damalige Kurfürstliche Regierung Kassel ein Orchester in Bad Nauheim, mit dem im Laufe seines Bestehens Berühmtheiten wie Johann Strauß jr., Richard Strauß und der Pianist Wilhelm Backhaus aufgetreten waren. 1944 stellte es seine Tätigkeit vorübergehend ein. An diese Tradition will das Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Steven Lloyd Gonzalez aus Birmingham heute wieder anknüpfen. 2016 mit einem Neujahrskonzert neu gegründet, ist es schon jetzt in allen Gebieten der Orchestermusik unterwegs. Es spielt seine eigenen Symphonie-Konzerte in Bad Nauheim, macht aber auch Aufnahmen für Werbung, Film, Rock/Pop und Klassik. Das Ziel ist, zentral in Europa ein Filmorchester zu etablieren. Aktuelles Aufnahmeprojekt ist eine neu komponierte Oper von Wulf Berk, die es 2017 auch uraufführen wird. Im Cross-Over Bereich begleitet es in dieser Spielzeit das beliebte Musical »Luther« in Bad Vilbel. Am 9. September 2017 ist es zum ersten Mal mit sinfonischer Musik von Freimaurern zu hören.